Hemera reviewed inside Tagesschau by Alexander Teske
Sammlung von Symptomen im Anekdoten-Rausch
3 stars
Bemüht in einer möglichst nüchterne Art werden Anekdoten in einen Lesefluss gespeist, verknüpft oder thematisch gruppiert um einen Einblick ins Innere der Tagesschau zu bieten. Dieser unvollständinge und durchaus subjektiv geprägte Bericht - es existieren auch lediglich drei Seite ergänzende Anmerkungen - sei dem durchaus unparteiisch auftretendem Autor gegönnt dabei auch in Seitenhieben gegen vermeintlich Linksradikale erkennbar am barfüßigen Gang und Ingwerwasser Geschlürfe zu schießen. Analytisches hingegen sollte man von diesem Werk nichts erwarten. Selbst wenn der Autor gelegentlich ausholt, dann beispielsweise widersprüchlich wenn er nach seinem Plädoyer gegen den Staatsfunk situativ eine Wiedergabe von staatlicher Verfassungsposition empfiehlt, endet er langfristig in einem Modus des die Twenty berichtet dies, sollte es nicht, die Twenty berichtet dies nicht, sollte es doch, der natürlich die simple Antithese der Ausgewogenheit mit man könne es nicht allen Recht machen beschwört. Diese Erwiderung ist selbstverständlich genauso platt und falsch wie sich damit das fehlende argumentative …
Bemüht in einer möglichst nüchterne Art werden Anekdoten in einen Lesefluss gespeist, verknüpft oder thematisch gruppiert um einen Einblick ins Innere der Tagesschau zu bieten. Dieser unvollständinge und durchaus subjektiv geprägte Bericht - es existieren auch lediglich drei Seite ergänzende Anmerkungen - sei dem durchaus unparteiisch auftretendem Autor gegönnt dabei auch in Seitenhieben gegen vermeintlich Linksradikale erkennbar am barfüßigen Gang und Ingwerwasser Geschlürfe zu schießen. Analytisches hingegen sollte man von diesem Werk nichts erwarten. Selbst wenn der Autor gelegentlich ausholt, dann beispielsweise widersprüchlich wenn er nach seinem Plädoyer gegen den Staatsfunk situativ eine Wiedergabe von staatlicher Verfassungsposition empfiehlt, endet er langfristig in einem Modus des die Twenty berichtet dies, sollte es nicht, die Twenty berichtet dies nicht, sollte es doch, der natürlich die simple Antithese der Ausgewogenheit mit man könne es nicht allen Recht machen beschwört. Diese Erwiderung ist selbstverständlich genauso platt und falsch wie sich damit das fehlende argumentative Grundgerüst worüber die Tagesschau grundsätzlich berichten solle aufzeigen lässt. Dennoch werden eine Menge erschreckend banaler Symptome eines schlechten Journalismus und so mancher Strukturen von der Willkür getroffener Entscheidung über faktische Fehler bis hin zum Einfluss anderer Medien oder der Aufmerksamkeitsökonomie aufgezeigt und aus der Innensicht erläutert. Die Kritik dieser Symptome ist richtig und sollte weder verkannt, verachtet oder verlacht werden.